Afrika pur: Ghana und Kongo

Wer fährt schon freiwillig in den Dschungel? Ja, es gibt noch Enthusiasten wie Uwe Kölbel, der in 2012 und 2013 in Ghana und schließlich im Jahr 2014 im Kongo war. Er berichtete am 4. Januar 2015 in einem beeindruckenden Bildervortrag. Die Aktiven Bürger hatten zu diesem Vortrag eingeladen. Unsere Vorsitzende, Frau Sabine Lauterbach, begrüßte die Aktiven, insbesondere auch die zahlreichen Gäste.

Und schon legte Herr Kölbel los: Er fuhr auf Einladung der Missionsgesellschaft Neues Leben für Ghana e.V. zunächst nach Ghana. Zusammen mit seiner Familie versuchte er im Kleinen zu helfen, sei es beim Streichen der Wände oder bei der Unterstützung beim Unterricht und beim Spielen mit den Kindern. Ghana gehört nicht zu den allerärmsten Ländern dieser Erde. Dies konnten wir an den Bildern ganz gut erkennen: teilweise geteerte Straßen und eine halbwegs funktionierende Infrastruktur beeindruckten.

Herrn Kölbel gelang es eindrucksvoll, uns in die Lage Afrikas hinein zu versetzen. Es gibt einiges an Licht, aber leider auch sehr viel Schatten: Korruption, ausufernde Müllverbrennung mit einem unvorstellbaren Gestank und nur zu erahnendem Giftcocktail finden sich Hand in Hand mit modern eingerichteten Supermärkten.

Besonders beeindruckt waren die Zuhörer aber beim Vergleich zwischen Ghana und Kongo. Wo Ghana an einigen Stellen noch Licht zu erkennen lässt, scheint der Kongo schier hoffnungslos. Die Hauptstadt Kinshasa funktioniert noch halbwegs. Herr Kölbel war auf einer Missionsstation in der Nähe von Mbandaka, knapp 1000 km nördlich von Kinshasa. Diese Stadt am Kongo mit fast 200000 Einwohnern hat weder Strom noch ein funktionierendes Wassernetz. Diese Stadt ist außerdem auf dem Landweg nicht zu erreichen, sondern nur per Schiff oder Flugzeug.

Die Bilder eines mehrtägigen Ausflugs mit dem Boot zu einem Pygmäen-Dorf waren dann für die Zuhörer faszinierend. Doch niemand der Anwesenden hätte dabei sein mögen: Es wurde in Zelten mitten im Dschungel übernachtet. Dass dann am Morgen auch mal eine Giftschlange am Zelt vorbeischlängelt, kam dann schon mal vor. Umso herzlicher war der Empfang im Dorf. Für Herrn Kölbel wird diese Reise wohl unvergesslich bleiben. Frau Lauterbach bedankte sich denn auch nach einem donnernden Applaus bei Uwe Kölbel.